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15 Freunde sollt ihr sein!

Bericht H.Levers

Wenn man am Mittwochabend zum Vereinsheim des Fußball-Kreisligisten FC Vreden am Freibad kommt, trifft man sie regelmäßig dort an: Etwa 15 Rentner halten dem Fußballverein schon seit Jahrzehnten die Treue. “Wir haben in diesem Jahr schon unser 40-jähriges Jubiläum”, erzählt stolz Alois Wissen, der von Anfang an dabei ist.

1968 wurde die erste Alt-Herren-Mannschaft ins Leben gerufen. Von den damaligen Spielern gehören jetzt noch acht dem Rentner-Club an. Die anderen sind danach dazu gestoßen, fast alles ehemalige Fußballer des FC Vreden. Horst Hansen, einer der wenigen Nicht-Fußballer, erinnert sich, wie er dazu kam: “Mein Schwager Hansi Wilbring hat mich damals mitgenommen, und so bin ich seit vielen Jahren dabei.” Alle Mitglieder sind zwischen 70 und 82 Jahre alt.
(Bild:Heinz Levers zeigt stolz das Foto
mit der früheren Altherren-Mannschaft.)

Der Spruch des früheren Fußball-Nationaltrainers Sepp Herberger: “Elf Freunde soll ihr sein” trifft ganz und gar auf die verschworene Gemeinschaft zu. Von Ruhestand ist keine Spur zu finden. Alle Heim- und Auswärtsspiele der ersten Mannschaft werden besucht, teils mit den Ehefrauen.

Ob als Platzwart das Fußballfeld in Ordnung zu halten ist, kleinere Reparaturen am Vereinsheim vorzunehmen sind, bei den Heimspielen Grill und Getränke zu organisieren sind, ein Stadionsprecher gebraucht wird, die Zäune zu flicken sind oder in der Jugend- oder Vorstandsarbeit mitgewirkt werden muss, alle diese ehrenamtlichen Tätigkeiten werden von einzelnen Ruheständlern freudig und verantwortungsvoll erledigt.

Und der 82-jährige Arthur Affeldt markiert immer noch vor jedem Heimspiel der Ersten Mannschaft mit dem Kalkgerät die Spielfeld-Begrenzungen.

Lange Bindung
“Ich glaube nicht”, meint Heinz Levers, “dass es noch einen anderen Fußballclub hier gibt, wo es eine so schöne und lange Bindung der ehemaligen Vereinssportler gibt.” Die anderen nicken zustimmend. Auch wenn privat vieles gemeinsam unternommen wird, unter anderen mehrtägige Fahrten an die Mosel, so ist ihr “Stammplatz” doch hier im Vereinsheim.

Da alle noch vom “alten Schlag” sind, plädieren sie auch weiter für mehr Fairness im Sport und im Leben. Der große Wunsch aller: “Wir möchten noch so lange wie möglich gesund bleiben und uns mittwochs treffen können. Und dass uns das Bierchen weiter schmeckt…

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